Nederlands Deutsch Français English

Geschichte

Im Jahre 1854 wurde Peter Nijsen der Mühler bei der Windwassermühle von Leeuwen in der niederländischen Gemeinde Maasniel. Seine Ehefrau war die Eigentümerin der Mühle. Bei dieser einzigartigen Mühle, die die letzte Korn- und Ölmühle ihrer Art war, wurden sowohl Wind- als auch Wasserkraft eingesetzt. Nach dem Tod des Ehepaars wurde der Nachlass 1897 unter den vier Kindern aufgeteilt. Ein Jahr später kauften die Brüder Andries und Sjang die anderen Familienmitglieder raus.



1938 übernahm Jacques Nijsen (der Sohn von Andries) in Veulen eine Mahlmühle von Jeu de Rosmulder aus Geijsteren, der 1933 mit dem Mühlenbetrieb auf dem Gelände angefangen hatte, auf dem jetzt unser Mischfutterwerk steht. Er bezahlte für die Übernahme einen Betrag von 11.500,= niederländischen Gulden. Die Mahlmühle wurde seinerzeit mit einem Dieselmotor angetrieben. Die Arbeit bestand in erster Linie daraus, Getreide für die Landwirte zu mahlen, die es im Anschluss an ihr Vieh verfütterten.



Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre zeichnete sich eine Entwicklung hin zur Herstellung kompletter Mischfutter ab, die den Kunden in jener Zeit ausschließlich als Sackware geliefert wurden. Seinerzeit kam es somit zu einem Wandel: Das Futter wurde nicht mehr beim Landwirt gemischt, sondern schon in der Mühle.

1970 übernahm Peter Nijsen die Geschäftsleitung von seinem Vater. In dieser Zeit kam auch der Bulktransport auf. Außerdem wurde für die Produkte immer häufiger die Pelettierung eingesetzt. Die Firma zählte 1970 fünf Angestellte, und das bei einem Mischfutterumsatz von ca. 4.000 Tonnen im Jahr. 1980 stieg der Umsatz auf 16.000 Tonnen jährlich. Inzwischen waren acht Personen bei Nijsen Mengvoeders beschäftigt.

1989 hatte die damalige Nijsen Mengvoederbedrijf BV mehr oder weniger zufälligerweise mit der Sammlung und Verarbeitung von Lebensmittelresten angefangen. Ein Verkäufer wurde von einem Bekannten, der in der Lebensmittelindustrie tätig war, gefragt, ob wir auch Teigwaren im Viehfutter verarbeiten könnten. Nachdem der Nährwert gründlich untersucht worden war, wurde der Entschluss gefasst, einen entsprechenden Versuch zu unternehmen. Zu dieser Zeit haben wir damit angefangen, vor allem Teigwaren zu verarbeiten. Zu diesem Zweck haben wir gemeinsam mit einem Maschinenbauer Spezialmaschinen entwickelt. Vor allem in den Anfangsjahren haben wir uns auf halbnasse Produkte orientiert. Außer Teigwaren waren dies Gebäck, Kuchen und Brot.

Als Anfang der 90er Jahren einerseits die Umweltauflagen verschärft und andererseits die HACCP-Normen in den Niederlanden eingeführt wurden, wurde der Wunsch vieler Lebensmittelfirmen immer größer, einen zuverlässigen und professionellen Sammel- und Verarbeitungsbetrieb zu finden. Vor allem durch Mund-zu-Mund-Reklame ist Nijsen/Granico in Kontakt mit Herstellern von Kleingebäck, Waffeln usw. gekommen. Aus den unterschiedlichen Produkten, die Nijsen/Granico jetzt einsammelt, stellt das Unternehmen hochwertige Rohstoffe für Tierfutter her. Außer trockenen und getrockneten Rohstoffen produzieren wir ebenfalls Breifutter für Schweine.

1996 wurde der Umsatz des Mischfutterwerks Heuvelmans aus Hout-Blerick übernommen.

2008 übernahm der jetzige Geschäftsführer Martin Derks die Firmenleitung von Pierre Nijsen. Im Jahre 2011 trat Jack Nijsen, der Sohn von Pierre Nijsen, der Geschäftsführung bei. Damit ist die dritte Generation der Familie in der Geschäftsführung von Nijsen/Granico BV vertreten. Die Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche sind gleichmäßig unter den beiden Geschäftsführern verteilt. 

Inzwischen hat sich Nijsen/Granico zu einem dynamischen Unternehmen mit zwei Fachbereichen entwickelt: Feed und Food. Zurzeit sind 30 Angestellte im Geschäftsbereich Feed tätig, während 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Food im Einsatz sind. 2006 wurde der Neubau der Food-Abteilung von Nijsen/Granico fertiggestellt, sodass das Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet ist.

2009 haben wir mit unserer neuen Kampagne „Geschmacksbestimmend besser" angefangen. In den letzten Jahren haben wir uns zu einem Spezialisten für den Einkauf und die Bearbeitung von Restströmen aus der Lebensmittelindustrie zu Rohstoffen für unsere Tierfutter entwickelt. Durch diese schmackhaften Produkte wird der Geschmack unserer Tierfutter verbessert, sodass die Tiere es gut aufnehmen. Dadurch werden Gesundheit und Produktion beim Viehbestand verbessert. Das ist gut für die Tiere und gut für den Landwirt. Ganz deutlich stellen wir heraus, dass wir im Bereich der Nahrungsmittelproduktion für Tiere tätig sind und somit ein Bestandteil der menschlichen Nahrungskette geworden sind. Da wir auf gesellschaftlich verantwortliche Weise produzieren wollen und die Nahrungsmittelsicherheit für den Verbraucher bei uns eine ganz wesentliche Bedingung ist, verlaufen alle Produktionsprozesse gemäß den HACCP-Normen. Seit dem 1. Februar 2001 verfügt Nijsen/Granico über das HACCP-Zertfikat und ist zur Verwendung des Logos GMP+ berechtigt. Diese Zertifizierung gilt sowohl für Feed als auch Food. Aufgrund all dieser Kenntnisse, dieser Produkte und Zertifikate ist Nijsen/Granico „GESCHMACKSBESTIMMEND BESSER"!

Nach oben